Unsere Positionen

Bildungsstandort Österreich

Hochschulfinanzierung

Die Ausgaben für die Hochschulen in unserem Land liegen im OECD-Vergleich nur im Mittelfeld. Daher ist es nötig ausreichend finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung unseres tertiären Bildungssektors zur Verfügung zu stellen, um in diesen investieren zu können. Nur so kann gewährleistet werden, dass - vor dem Hintergrund einer steigenden Studierendenzahl - die Qualität an den Hochschulen erhalten bleibt und so die Studenten optimale Bedingungen an ihrer Bildungseinrichtung vorfinden. Daher fordern wir die von der Bundesregierung versprochenen 2% des BIP für den tertiären Bildungsbereich! Durch eine kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung soll außerdem sichergestellt werden, dass die Qualität für jeden einzelnen Studierenden gesichert wird. Das bedeutet, dass die finanziellen Mittel pro vergebenem Studienplatz zur Verfügung gestellt werden und nicht wie bisher für die gesamte Hochschule.

Studiengebühren

Die AktionsGemeinschaft TU bekennt sich zur staatlichen Grundfinanzierung des österreichischen Hochschulsystems. Die derzeitigen Probleme der TU Wien liegen im System selbst und sind nicht durch die Einhebung von Studienbeiträgen zu lösen.

Die Steuerlast in Österreich ist besonders hoch. Die Bundesregierung argumentiert die Einhebung der hohen Steuern damit, dass sie eine breite staatliche Infrastruktur bereitstellt, die die Bürger wiederum nutzen können. Auch die Bereitstellung von Bildungseinrichtungen fällt unter die Aufgaben des Staates, die von den erwerbstätigen Menschen in Österreich finanziert wird. Der Staat investiert somit in die Zukunft der nächsten Generation, damit diese eine qualitativ hochwertige Ausbildung genießen, später einen guten Job haben und durch ihre Abgaben erneut in die Bildungseinrichtungen investieren kann.

Diese Kreislauffinanzierung der Bildungsinfrastruktur würde durch die Einhebung von Studiengebühren ad absurdum geführt werden. Studiengebühren würden einer Art „Studierendensteuer“ entsprechen, die das Versagen der Politik in der Hochschulfinanzierung ausgleichen soll.

Die AktionsGemeinschaft TU spricht sich daher gegen die Einführung von Studienbeiträgen aus, weil:

 –       in vielen Studien die vorgesehene Studienzeit nicht unter annehmbaren Studienbedingungen eingehalten werden kann,

 –       es nicht sichergestellt ist, dass die staatliche Grundfinanzierung der Hochschulen um den eingehobenen Studienbeitrag gekürzt werden,

 –       es nicht sichergestellt ist, dass das Geld studienort-, studienplatz-, und zweckgebunden für die Lehre verwendet werden würde,

 –       das staatliche Studienförderungssystem nicht garantiert, dass jemandem aus finanziellen Gründen die Absolvierung eines Hochschulstudiums verwehrt bleiben würde.

 –       die Einführung von Studiengebühren in der Vergangenheit gezeigt hat, dass es zu keiner maßgeblichen Verbesserung der Bedingungen gekommen ist.

Drittmittelfinanzierung 

Wir sehen Kooperationen mit der Privatwirtschaft als Chance für die Technische Universität. Die Freiheit der Lehre, Wissenschaft und Forschung muss dabei als oberstes Gut unangetastet bleiben. Solche zusätzlichen Mittel wirken der chronischen Unterfinanzierung unserer Hochschulen entgegen. Auch im Bereich der Forschung kann die private Hand dazu beitragen, Forschungsprojekte zu ermöglichen, um so Innovationen voranzutreiben. Drittmittelfinanzierung darf aber nicht dazu führen, dass es zu Kürzungen bei der staatlichen Finanzierung kommt.

 

AktionsGemeinschaft TU @HTU

Deine HTU: Deine Interessensvertretung

Die Studierenden müssen stets im Mittelpunkt der HTU stehen. Mit gezielten Projekten muss die HTU die Studierenden in ihrem Studienalltag unterstützen und ihnen das Studium erleichtern. Die HTU ist deine Interessensvertretung, die sich für die Optimierung der Studienbedingungen im Sinne der Studierenden einsetzen soll. Daher ist es nicht Aufgabe der HTU, Themengebiete, die nicht das Studium betreffen, aufzugreifen. Der ÖH Beitrag soll sinnvoll für die Verbesserung des Studiums verwendet werden. Dazu gehören gezielte Serviceleistungen, welche Studierende während des Studienalltages unterstützen und die Verbesserung der Ausbildung an der TU gewährleisten sollen. Wir sprechen uns klar gegen gesellschaftspolitische Themen und parteipolitische Interessen in der HTU bzw. ÖH aus.

HTU als Bindeglied zwischen den Studierenden und den Hochschulen

Die HTU muss Bindeglied zwischen den Studierenden und der TU sein. Bei Konflikten zwischen den Studierenden und den Professoren oder der Hochschulverwaltung soll die HTU vermittelnd auftreten, sich jedoch immer auf die Seite der Studierenden stellen! Hierfür braucht es einen steten Kontakt mit dem Lehrpersonal, der Hochschulverwaltung und nicht zuletzt auch den Studierenden selbst. Beratungshotlines sollen den Studierenden zur Verfügung stehen. Auch über eine Onlineplattform sollen die Studierenden die Möglichkeit haben, Fragen rund ums Studium zu stellen.

„Lobbying“ für die Studierenden

Neben der direkten Unterstützung an den einzelnen Hochschulen muss sich die ÖH beim Gesetzgeber für die Interessen der Studierenden stark machen und somit optimale Bedingungen für ein Hochschulstudium und das Leben rund um das Studium schaffen. Es darf dabei aber nicht zu einer Vermischung von gesellschaftspolitischen Fragen bzw. parteipolitischen Ideologien mit der ÖH-Politik kommen. Einzig die Interessen der Studierenden dürfen hierbei vertreten werden.

Mehr Einbindung

Durch die ÖH-Wahlen, die alle zwei Jahre stattfinden, können die Studierenden Einfluss auf ihre Vertretung ausüben. Das ist uns jedoch zu wenig. Wir wollen eine stetige Einbindung der Studierenden in die Arbeit der ÖH. Dies soll einerseits durch regelmäßigen direkten Kontakt an den Hochschulen geschehen und andererseits durch Einbindung mittels digitaler Medien. Diese sollen dazu genutzt werden, mittels Umfragen und Abstimmungen den Willen der Studierenden zu ermitteln, um diesen dann umzusetzen. Die Studierenden sollen in die Mitte der ÖH- Tätigkeit gerückt werden.

Mehr Transparenz

Für die Studierenden muss ersichtlich sein, wofür ihr ÖH-Beitrag verwendet wird. Dies soll durch regelmäßige Berichterstattung seitens der ÖH auf ihrer Website, und in sozialen Netzwerken allen Studierenden ersichtlich gemacht werden. Auch die aktive Einbindung der Studierenden in die ÖH-Politik soll eine Kontrollinstanz schaffen, die verhindern soll, dass ÖH -Gelder für nicht studienrelevante Aktionen, Demonstrationen, Seminare etc. ausgegeben werden.

Wirtschaftsbetriebe der HTU Wien

Die HTU Wien betreibt 2 Wirtschaftsbetriebe, das Grafische Zentrum und das INTU, leider sind die finanziellen Verflechtungen derzeit intransparent und schleierhaft. Die Bilanzen müssen allen Studierenden zusätzlich auf der Website der HTU offengelegt werden, um Transparenz zu gewährleisten. Leider ist es derzeit für uns nicht ersichtlich wie viel Gewinn durch die Wirtschaftsbetriebe erwirtschaftet werden. Falls Überschüsse erzielt werden, so sollten diese zur Senkung der Preise genutzt werden.  

 

Hochschulzugang 2.0

Ausbau der Maturantenberatung

Die Beratung angehender Studierender muss stark ausgebaut werden. Viele angehende Studierende wissen nicht über das umfangreiche Studienangebot Bescheid und inskribieren deshalb in stark nachgefragten Richtungen. Die HTU muss mehr Aufklärung über Studienrichtungen an Schulen betreiben, um frühestmöglich falsche Vorstellungen von den jeweiligen Studien richtigzustellen.

Keine doppelten Studiengebühren für Drittstaatsangehörige

Es ist nicht rational begründbar, warum Drittstaatsangehörige doppelte Studiengebühren entrichten müssen. Kulturelle Vielfalt kann viel mehr als Chance betrachtet werden, welche das gegenseitige Verstehen fördert. Natürlich müssen auch die Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche es den Studierenden mit Drittstaatangehörigkeit ermöglichen nach ihrem Studium in Österreich zu bleiben und hier Fuß zu fassen. Wir setzen uns daher für die Herabsetzung der Studiengebühren von Drittstaatsangehörigen auf das einfache Maß ein.

 

STEOP

Echte STEOP, kein Knock-Out

Die STEOP soll der Einführung und Orientierung im Studium dienen. Die Studieneingangs- und Orientierungsphase darf nicht zur nachgelagerten Selektion der Studierenden führen. Sie soll den Studierenden einen Überblick über die Teilbereiche des Studiums geben und ihnen eine Orientierungshilfe in diesem neuen Lebensabschnitt bieten.

 

Studium – Bessere Studierbarkeit

Ein schnelles, effizientes Studium muss möglich sein

Sowohl die schlechten Bedingungen an der TU als auch verdichtete Curricula machen das Studieren in Regelstudienzeit in vielen Studienrichtungen unmöglich. Es ist daher notwendig, dass die Studienpläne und das Lehrveranstaltungsangebot so angepasst werden, dass ein Studienabschluss in der Regelstudienzeit erlangt werden kann.

Verbesserung des Betreuungsverhältnisses

Ein Studium soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, sich intensiv mit den Professoren über den Lehrstoff auszutauschen und diesen zu diskutieren. Daher ist es wichtig, dass es ein adäquates Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studierenden geschaffen wird.

Keine unnötigen Voraussetzungsketten

Voraussetzungsketten soll es nur für Lehrveranstaltungen geben, in denen inhaltliche Vorkenntnisse anderer Lehrveranstaltungen unabdingbar sind. Bei nicht aufbauenden Lehrveranstaltungen soll es solche Voraussetzungen jedoch nicht geben. Damit soll ein kontinuierliches Studium ermöglicht und Verzögerungen vermieden werden. Außerdem soll dadurch einer Verschulung des Studiums entgegengewirkt werden.

Mehr Block-, Wochenend- und Abendlehrveranstaltungen

Berufstätigen Studierenden oder Studierenden mit Betreuungspflichten ist es oft nicht möglich, Lehrveranstaltungen untertags zu besuchen. Dennoch muss auch hier ein schnelles, effizientes Studium möglich sein. Das soll durch den Ausbau von Blocklehrveranstaltungen, Abendlehrveranstaltungen, sowie Lehrveranstaltungen an Wochenenden gewährleistet werden.

Sommer-, Winter-, Osteruni

Die Möglichkeit einer Sommeruni, sowie während der Winter- und Sommerferien eingeführt werden. Dies trägt zu einer deutlichen Entlastung der Kurse während der regulären Studienzeit bei, außerdem ermöglicht diese Option einen schnelleren Studienabschluss

Streams zu Lehrveranstaltungen

Um bessere Lernmöglichkeiten zu schaffen bzw. um die Möglichkeit zu haben, eine verpasste Lehrveranstaltung nachzuholen, müssen möglichst viele Lehrveranstaltungen aufgezeichnet und als Onlinestream zur Verfügung gestellt werden. Dies soll mehr Flexibilität schaffen und auch berufstätigen Studierenden zu Gute kommen.

Größeres Angebot an E-Books/E-Skripten

Die Hochschulen unseres Landes müssen am Stand der Technik sein. Es ist unserer Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß, Skripten nur in ausgedruckter Form zu Verfügung zu stellen. Es soll vielmehr darauf Wert gelegt werden, das Angebot an E-Books und E-Skripten zu erweitern.

Massive Open Online Course (MOOC)

Um ortsunabhängig Wissen zu vermitteln, sollen Massive Open Online Courses flächendeckend etabliert werden. Dadurch kommt es zu erheblichen Erleichterungen für Berufstätige und Studierende mit Kind. Durch das offene Bildungsangebot wird es auch interessierten Menschen erleichtert ortsunabhängig das Bildungsangebot der verschiedenen Hochschulen zu nutzen.

  

Studium & Mehr

Sportinfrastruktur

Der Hochschulsport soll mehr gefördert werden. Sportplätze wie auch Fitnessräume sollen den Studierenden an der TU kostengünstig und unbürokratisch zugänglich sein. Auch für externe Sportinfrastruktur wie z.B. Schwimmhallen, soll es Vergünstigungen für Studierende geben.

Freier Museumseintritt für Studierende

Zu einer umfassenden Bildung gehören neben den fachlichen Kompetenzen auch die kulturellen Aspekte. Deshalb setzen wir uns als AktionsGemeinschaft TU für einen freien Museumseintritt und einen Ausbau von Vergünstigungen kultureller Angebote für Studierende ein.

 

Lehre

Wir wollen die beste Lehre

Um langfristig eine qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen, müssen gewisse Rahmenbedingungen wie Standort, Materialien und ein funktioneller Campus gewährleistet sein. Neben diesen Grundlagen braucht es insbesondere aber auch eine qualitätsvolle Lehre, welche nur durch ausgezeichnete Lehrende hochwertig sein kann.

Vortragende aus der Praxis

Um dauerhaft die Verbindung zwischen der Hochschule und der Arbeitswelt zu fördern und den Praxisbezug in der Lehre zu erhöhen, sollen vermehrt Referenten aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst ihre Erfahrungen im Rahmen von Lehrveranstaltungen an die Studierenden weitergeben.

Inhaltliche Aktualität der Lehre & am Stand der Technik

Eine qualitativ hochwertige Lehre muss aktuell sein. Deshalb stehen wir für aktuelle Themen und wissenschaftliche Erkenntnisse in der Lehre. Diese Inhalte sollen dann auch mit zeitgemäßer Technik im Hörsaal vermittelt werden.

Sicherstellung der didaktischen Fähigkeiten der Vortragenden

Es braucht nicht nur Fachwissen und geeignete Rahmenbedingungen, sondern auch das nötige didaktische Werkzeug. Daher setzen wir uns für eine Sicherstellung der didaktischen Kompetenz von Vortragenden ein.

Evaluierung mit Wirkung

Bei der Evaluierung gibt es großes Verbesserungspotential. Wir fordern eine laufende Evaluierung um eine qualitativ hochwertige Lehre zu gewährleisten. Die Ergebnisse müssen transparent und öffentlich zugänglich sein. In unseren Augen kann eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Hochschule nur dann erfolgen, wenn positive Evaluierungen positive Konsequenzen nach sich

 

Internationalität & Auslandsemester

Bessere Anerkennung von Auslandssemestern

Damit ein Auslandssemester nicht zu Lasten des Studienerfolgs geht, muss die Anerkennung von im Ausland absolvierten Lehrveranstaltungen optimiert und vor allem für die Studierenden vereinfacht werden. Der Bologna- Prozess ist hier noch nicht am Ende angelangt, da die Vergleichbarkeit der Studien oftmals an den Hochschulen selbst scheitert.

Harmonisierung des Semesterbeginns

Zur Vereinfachung gehört auch die Angleichung des Semesterstarts auf Europaebene, damit es jedem Studierenden möglich ist, reibungslos ein Semester im Ausland beginnen zu können.

Reform des Erlasssystems des Studienbeitrags

Das derzeitige Erlasssystem für den Studienbeitrag muss reformiert werden. Am Vorbild der Familien- und Studienbeihilfe soll auch hier auf eine generelle Verlängerung der studienbeitragsfreien Zeit umgestellt werden. Damit wäre gewährleistet, dass ein Auslandsemester nicht nur dann als Erlassgrund gilt, wenn es im Semester absolviert wird, in dem man Studienbeitrag zahlen müsste, sondern generell als Verlängerung der studienbeitragsfreien Zeit gilt.

 

Mobilität

Bessere Anerkennung bei Studienwechsel innerhalb Österreichs

Wenn Studierende den Studienort oder das Studium innerhalb von Österreich wechseln, muss es möglich sein, bereits absolvierte Lehrveranstaltungen oder Prüfungen mit annähernd gleichem Lehrinhalt anerkennen zu lassen. Dies soll einfach, problemlos und ohne bürokratische Hürden möglich sein.

Österreichweites Studententicket

Wir setzen uns für ein österreichweites Studententicket ein. Dieses soll 360 Euro im Jahr kosten und allen Studierenden den Weg zur Hochschule kostengünstig ermöglichen. Preisunterschiede auf Grund des Hauptwohnsitzes würden somit der Vergangenheit angehören. Regionale Angebote sollen bestehen bleiben. Für das österreichweite Studententicket soll es keine Altersgrenze geben. Die Möglichkeit zur Beziehung des Tickets soll an den Studienerfolg gekoppelt sein.

Infrastruktur für Fahrräder

Um eine umweltfreundliche Mobilität zu forcieren setzen wir uns für einen Ausbau der Radinfrastruktur, wie Fahrradstellplätze und -werkstätten an der TU, ein.

 

Campus 2.0

Genügend Lernplätze / Gruppenarbeitsräume

Vor allem in lernintensiven Phasen müssen ausreichend Lernplätze zur Verfügung gestellt werden. Dies kann nicht nur durch Schaffung von neuen Lernplätzen, sondern auch durch das Öffnen von nicht belegten Seminarräumen oder ähnlichen Räumen geschehen.

Ruhe- & Chill-Out-Raum, Sitzmöglichkeiten im Freien

Auf Hochschulen soll es Bereiche geben, in welchen man die Lern- oder Vorlesungspausen zur Entspannung nutzen kann. Des Weiteren soll es ausreichend Sitzmöglichkeiten im Freien geben.

Genügend PC-Räume

Auf der Hochschule muss man stressfrei und ohne lange Wartezeiten Zugang zu modernen Computern mit benötigter Software haben, sodass man sich auf die Lehrveranstaltungen vorbereiten kann.

Moderne Hörsäle

Eine Verbesserung der Ausstattung der Hörsäle ist an vielen Hochschulen in Österreich dringend notwendig. Um adäquate Lehr- und Lernbedingungen zu schaffen, müssen diese auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. (z.B. mehr Steckdosen, Beamer, bessere Belüftung).

Barrierefreier Campus

Die Hochschule soll barrierefrei ausgestattet sein, sodass jedem der Zugang und die Benützung des Gebäudes und der jeweiligen Räumlichkeiten ohne Probleme möglich sind. Zudem müssen diese Zugänge besser kenntlich gemacht werden.

Erweiterte Bibliotheksöffnungszeiten

Wir fordern eine 24-Stunden-Bibliothek sowie deren Öffnung am Wochenende, besonders zu den lernintensiven Zeiten. Zusätzlich soll die zugehörige Infrastruktur, wie Spinde, Arbeitsplätze und Steckdosen ausgebaut werden.

Mensa

Das Preis-/Leistungsverhältnis muss verbessert werden, wie auch die Gerichte abwechslungsreich und vielfältig gestaltet sein. Insbesondere auf regionale und gesunde Kost soll geachtet werden. Des Weiteren fordern wir einen Ausbau der Öffnungszeiten.

Infrastruktur am Hochschulstandort

Neben dem Besuch von Kursen und Seminaren müssen Studierende am Campus auch die Möglichkeit haben, Lernplätze in adäquater Kapazität und mit moderner Ausstattung zu nutzen. Auch Lerngruppen sollen an der TU ihren Platz finden können. Darüber hinaus sollen Ruhe- bzw. Aufenthaltsräume die Chance bieten, sich mit Studienkollegen vernetzen und austauschen zu können, um einen Ausgleich zum Lernen zu schaffen.

 

Wohnen

Wohnen muss für Studierende leistbar sein!

Die Wohnungsmieten im urbanen Raum sind für Studierende kaum leistbar. Es fehlt an preiswerten Studentenheimen. Um dieses Problem zu beheben und Studierende zu unterstützen, ist die Wiedereinführung der Studentenheimförderung von besonderer Wichtigkeit und ein großes Anliegen für die AktionsGemeinschaft TU. Ziel dieser Studentenheimförderung soll sein, bestehende Wohnheime zu renovieren und den Neubau zu fördern. Öffentlicher Wohnraum, wie Gemeindewohnungen, soll auch WGs zugänglich gemacht werden. Dies wäre eine Maßnahme, die Mieten für Studierende zu reduzieren. Des Weiteren sollen die Anforderungen für den Erhalt der Wohnbeihilfen so gestaltet werden, dass Studierende beihilfefähig sind.

Psychologische Betreuung von Studierenden

Die Studierendensozialerhebung hat aufgezeigt, dass eine große Zahl Studierender unter Existenzängsten, Prüfungsangst oder gar Depressionen leidet. Gehemmte Leistungsfähigkeit bedeutet wiederum längere Studiendauer und hohe Wahrscheinlichkeit eine Beihilfenleistung zu verlieren. Dies führt wiederum zu einer höheren Zahl an Hochschulabbrechern. Die AktionsGemeinschaft TU fordert daher, den Bekanntheitsgrad der entsprechenden Betreuungsstellen zu steigern.

 

 

Beihilfen

Erhöhung der Beihilfen

Die Maximalhöhe der Förderung muss dringend erhöht werden. Sie beträgt zurzeit 679€ und belässt damit Bezieher ganz klar in armutsgefährdenden Verhältnissen. Das Studium kann somit nicht mehr in „Vollzeit“ betrieben werden, was wiederum in Widerspruch zu § 1 StudFG steht. Neben dem Studium arbeiten, was in den letzten Jahren immer mehr Usus geworden ist, schmälert allerdings den Fokus des Studierenden auf seine universitären Pflichten und der „wissenschaftsrelevante Output“ verringert sich. Dies schlägt sich schlussendlich in einer längeren Studiendauer, oder schlimmer, als mehr Studienabbrecher in der Statistik nieder. Solange die finanzielle Förderung der Studierenden so gering ist, muss eine Verlängerung der Bezugszeit für arbeitende Studierende im Gesetz zu verankert werden.

Anspruch der Studienbeihilfe und regelmäßige Inflationsanpassung

Des Weiteren fordern wir eine Harmonisierung der Toleranzsemesterregelungen. Wie auch bei der Familienbeihilfe, soll die Studienbeihilfe für zwei Semester länger als die Regelstudienzeit bezogen werden können. Eine jährliche Inflationsanpassung aller Beihilfen und Zuverdienstgrenzen soll sicherstellen, dass der Lebensunterhalt der Studierenden gesichert ist.

Spätentschlossene Studierende mitnehmen

Personen über 30 haben selbstverständlich ebenso ein Recht auf ein Vollzeitstudium und müssen, wie auch alle anderen Studierenden, finanzielle Einschränkungen hinnehmen. Der Bezug des Selbsterhalterstipendiums bleibt ihnen aber oftmals verwehrt, weil die gesetzlichen Altersgrenzen (§ 6 Abs. 4 StudFG) nicht mehr den aktuellen Ansprüchen der heutigen Gesellschaft entsprechen. Hier besteht Reformbedarf.

Bürokratie abbauen und Synergien nutzen

Am Vorbild der Studienbeihilfe, sollen auch andere Ämter jedes Jahr selbstständig feststellen, ob man noch anspruchsberechtigt ist. Dadurch sollen keine Rückzahlungen für Studierende anfallen.

Familienbeihilfe bis 26

Da die Durchschnittsstudiendauer und die Mindeststudiendauer oft sehr weit auseinanderklaffen, was vor allem durch die Platzproblematik an der TU begründet ist, verlieren viele Studierende oft unverschuldet die Familienbeihilfe und somit einen Teil ihrer finanziellen Grundlage. Um hier etwas Gerechtigkeit zu schaffen, soll die Familienbeihilfe wieder bis zum 26.Geburtstag ausbezahlt werden.

Absolute Anspruchsgrenze bei Familienbeihilfe erhöhen

Hat ein Studierender beispielsweiße den Präsenzdienst/Zivildienst und eine 5-jährige Berufsbildende höhere Schule besucht, hat dieser somit insgesamt 2 Jahre „verloren“. Auf diese Weise wird er durch die absolute Anspruchsgrenze eindeutig benachteiligt, da er sich nur 1 Jahr als Verlängerungsgrund anrechnen lassen kann. Aus diesem Grund fordern wir, dass die absolute Anspruchsgrenze für die Familienbeihilfe angehoben wird.

Sozialversicherung ab 27

Bis zum 27.Geburtstag kann man sich bei den Eltern, Großeltern oder dem Ehepartner mitversichern lassen, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Ab 27 ist eine studentische Selbstversicherung bei der jeweiligen GKK möglich und der Versicherungsbeitrag beläuft sich dabei auf 55,40€/Monat. Um Studierende, insbesondere mit späterem Studieneinstieg, nicht derart zu benachteiligen, fordern wir, dass auch für Studieneinsteiger nach einer beruflichen Laufbahn, welche Empfänger von Förderungen im Sinne des Studienfördungsgesetzes sind, dieselben Voraussetzungen für die Mitversicherung geschaffen werden, wie bei den jüngeren Studierenden.

 

Studieren mit Kind

Genügend Kinderbetreuungsplätze

Unsere Hochschulen müssen familienfreundlicher werden. Es ist ein Faktum, dass viele Studierende neben dem Studium auch ein Kind großziehen, dies jedoch zu wenig Beachtung an unseren Hochschulen findet. Für uns ist klar, dass es grundsätzlich Studierenden mit Kind möglich sein sollte ihr Kind flexibel in Betreuung am Hochschulstandort zu geben. Wenn die Nachfrage gegeben ist, sollte darüber hinaus ein Kindergarten eingerichtet werden, welcher neben den Mitarbeitern auch den Studierenden zu Verfügung steht.

Reform des Erlasssystems des Studienbeitrags

Das derzeitige Erlasssystem für den Studienbeitrag muss reformiert werden. Am Vorbild der Familien- und Studienbeihilfe soll auch hier auf eine generelle Verlängerung der studienbeitragsfreien Zeit umgestellt werden. Damit wäre gewährleistet, dass die Betreuung eines Kindes nicht nur dann als Erlassgrund gilt, wenn das Kind in dem Semester, in dem man Studienbeitrag zahlen müsste, das 7. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, sondern dass die Betreuung eines Kindes unter 7 Jahren generell als Verlängerung der studienbeitragsfreien Zeit gilt. Ergänzend dazu fordern wir, dass § 92 (1) Z4 UG entschärft wird. Demnach ist es nur möglich, auf Grund der Betreuung von Kindern den Erlass von Studiengebühren zu beantragen, wenn man diese „überwiegend“ – also mehr als der Partner – vornimmt. Da dies oft nicht festgestellt werden kann, fordert die AktionsGemeinschaft eine Lockerung dieser Regelung.

 

Praktika

Faire Bezahlung von Praktika

Wer arbeitet, soll dafür auch gerecht entlohnt werden! Dass Praktika unentgeltlich gemacht werden müssen ist gegenüber der Generation der angehenden Akademiker nicht fair. Da es in dieser Zeit nicht oder kaum möglich ist, seinen alltäglichen Job zu verrichten, wird vielen Studierenden ihre Existenzgrundlage entzogen. Außerdem zeugt die fehlende Bezahlung von einer mangelnden Wertschätzung für die geleistete Arbeit.

Anrechenbarkeit von Praktika

Um in der heutigen Zeit einen einfachen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen erweist es sich als sinnvoll, wenn man bereits Berufserfahrung durch absolvierte Praktika vorweisen kann. Viele Arbeitgeber setzen bereits beim Einstellungsprozess gewisse Vorkenntnisse aus dem Berufsleben voraus. Die HTU soll sich daher dafür einsetzen, dass in den Curricula an der TU Praktika als freie Wahlfächer angerechnet werden können, was einen zusätzlichen Anreiz zur Absolvierung eines Praktikums bieten soll.

Förderung der Start-Up Kultur

Viele Studierende haben sehr gute, innovative Ideen und wollen direkt im Anschluss an ihre universitäre Bildung Start-Ups gründen. Gerade junge Menschen muss man auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. Aus diesem Grund sollen die Hochschulen Gründern von Start-Ups mit Know-how zur Seite stehen. Die Zusammenarbeit mit bestehenden Gründerzentren oder Start-Up-Werkstätten, wie sie bereits auf mehreren Standorten existieren, soll ausgebaut werden.

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